ERSTE KLASSE

Erste KlasseConstanze Lindner Comedy

Kaum ein dramatisches Stück hat zum einen die Beziehung zwischen Bayer und Preiß und zum anderen die bayerische Bauernschläue und Hinterfotzigkeit so exakt skizziert wie Ludwig Thomas »Erster Klasse« aus dem Jahr 1910.
Wie aktuell die gut 100 Jahre alte Geschichte auch heute noch ist, zeigt eine erlesene Truppe um Kabarettist Helmut Schleich anlässlich des 25-jährigen Jubiläums auf dem Tollwood Festival. Politisch bissig und bayerisch aktuell verlegt sie die Erste Klasse in die Neuzeit. Denn im Prinzip hat sich ja an den Verhältnissen zwischen Bayern und dem Rest der Welt und auch im Freistaat selbst nicht viel geändert. Selbst das Wort »Spezlwirtschaft« hat nichts von seiner Bedeutung verloren. Und besonders eines ist gleich geblieben: die dicke Luft, wenn Bayer und Preiß miteinander Erster Klasse reisen

Foto: Bernd Wackerbauer / Deutsches Museum

Regie: Rainer Pause
Text: Robert Urban, Alexander Liegl,
Rainer Pause, Helmut Schleich
Bühne: Andrey von Schlippe
Kostüme: Doris Scholze-Khumalo
Licht: Roger Irman
Regieassistenz: Sabine KroißMusik: Conny Kreitmeier und Jan Eschke

Mit:
Josef Filser: Helmut Schleich
Sylvester Gsottmaier: Uli Bauer
Fritz Stüve: Thomas Wenke
von Scheibler: Philipp Moll
Alfred Dobler: Alexander Liegl
Brigitte Dobler: Constanze Lindner
Marie Filser: Uli Bauer
Schaffnerin 1: Helmut Schleich
Schaffnerin 2: Conny Kreitmeier

IM WEIßEN RÖSSL

Im Weißen Rössl

Constanze Lindner Comedy

Die Sommer-Operette im Lustspielhaus

mit Ch. Blumhoff, C.Lindner, J. S. Sem/ M.Morreis, S.Groebner, Ch.Lex, N.Steinke, T.Wenke

IM WEISSEN RÖSSL VON BENATZKY-CHARELL IN EINER BEARBEITUNG FÜR DAS LUSTSPIELHAUS MÜNCHEN VON CHRISTIAN LEX
Niemand hat es totgekriegt. Das Rössl hat in seinen 80 Jahren alles überlebt. Und was hat man ihm nicht alles angetan: Betondauerwellentragende Wirtinnen, schwarze Lacklederhosen in Stringgröße für die Herren und Polyestergeranien für die Dekolletés der Damen. Und nun kommt das Rössl endlich ins Lustspielhaus und will vor allem eines: Leben! Und das Schöne: Hier darf es das auch.
Stefan Dettl und Hans Kröll haben ein noch nie gehörtes Arrangement der ewig jungen Musik geschrieben und Christian Lex versetzt in Bearbeitung und Regie das Ross ganz gehörig in Galopp.

Um was es geht?
Im „Weissen Rössl“ am Wolfgangsee herrscht leicht schläfrige Idylle – jedenfalls bis die Sommergäste aus aller Welt einfallen. Dazu gesellt sich Chaos in Liebesdingen: Vergeblich liebt der Zahlkellner Leopold seine Chefin, die „Rössl“-Wirtin Josepha Vogelhuber. Die Angebetete hat jedoch ein Auge auf den langjährigen Berliner Stammgast Dr. Siedler geworfen. Dieser wiederum hat nur Augen für Ottilie, Tochter des cholerischen Fabrikanten Wilhelm Gieseke. Der Herzensverwirrungen nicht genug, muss Dr. Siedler außerdem einen gerichtlichen Prozess gegen Gieseke führen, im Auftrag eines konkurrierenden Unternehmens, für das nun wiederum der schöne Sigismund – als Sohn des Chefs – in das Salzkammergut reist. Dort angekommen, erwachen in ihm Frühlingsgefühle für Klärchen, Tochter von Professor Hinzelmann. Der turbulente Liebesreigen beginnt, nimmt gehörig Fahrt auf und geht mit furiosem Schlußgalopp durchs Happy-End-Ziel, wo Kaiser Franz Josef seufzend alles auf den Punkt bringt: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“.

Besetzung:

Josepha: Christiane Blumhoff
Leopold: Severin Groebner
Siedler/ Kaiser/ Gast: Thomas Wenke
Klärchen/ Kathie/ Gast: Constanze Lindner
Giesecke: Norbert Steinke
Ottilie/ Gast: Josepha Sophia Sem/ Marlene Morreis
Sigismund: Christian Lex

Musik:

Hans Kröll: Trompete
Florian Burmayr: Tuba
Thomas Hoeger/ Erwin Gaulhofer: Posaune
Musikalische Idee : Stefan Dettl (LaBrassBanda)
Musikalische Bearbeitung: Hans Kröll
Kostüm: Doris Scholze-Khumalo
Fotos und Plakat: Martina Bogdahn
Bearbeitung und Regie: Christian Lex

Eine Lustspielhaus-Produktion